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Was ist Kapitalertragsteuer?

Die Kapitalertragsteuer ist die Steuer auf den Gewinn aus dem Verkauf eines Vermögenswerts — Aktien, Anleihen, Immobilien, Krypto oder Unternehmen — über dem Anschaffungspreis, mit europaweit stark unterschiedlichen Regeln.

Kapitalgewinn = Verkaufspreis minus Anschaffungspreis minus zulässige Transaktionskosten. Kurzfristige Gewinne werden oft höher besteuert als langfristige, der Hauptwohnsitz ist meist teilweise oder ganz befreit.

Die Schweiz ist Sonderfall: Privatanleger zahlen keine Bundeskapitalertragsteuer auf bewegliche Vermögen (Aktien, ETFs), nur auf Immobilien (kantonale Grundstückgewinnsteuer). Deutschland: 25 % Abgeltungsteuer plus Soli, EUR 1.000 Sparer-Pauschbetrag jährlich. Frankreich: 30 % PFU. Italien: 26 % auf Finanzgewinne, 26 % auf Immobilien unter 5 Jahren.

Plane Haltefristen und nutze Verlustverrechnung. Viele Systeme erlauben Verlustabzug gegen Gewinne im selben Jahr (mit Vortrag). Verlustpositionen vor Jahresende zu verkaufen ist eine Standardtaktik.

Formel
Kapitalgewinn = Verkaufspreis − Anschaffungskosten − abzugsfähige Kosten
Beispiel

Ein französischer Anleger verkauft EUR 50.000 Aktien für EUR 80.000 nach drei Jahren. EUR 30.000 Gewinn mit 30 % PFU = EUR 9.000 Steuer. Ein Schweizer Privatanleger zahlt mit dem gleichen Gewinn auf kotierten Aktien null.

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Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Sind Schweizer Privatkapitalgewinne steuerfrei?+

Ja für bewegliche Vermögen bei Privatanlegerstatus; Berufshändler werden als selbständig erwerbend besteuert.

Wie weise ich den Anschaffungspreis nach?+

Bankauszüge, Depotnachweise, Kaufverträge aufbewahren. Ohne Nachweis schätzt das Steueramt.

Können Verluste Gewinne ausgleichen?+

Ja in DE, FR, IT — meist nur gegen andere Kapitalgewinne, teilweise mit Vortrag.